Neuer Tarifvertrag in Kraft getreten
Vereinbarungen gelten für viele bayerische ASB-Gliederungen
Der Arbeitgeberverband ASB Bayern (AGV) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich auf eine Tarifbindung geeinigt. Der Vertrag ist bereits zum Jahresanfang in Kraft getreten und löst eigenständige Vereinbarungen der beteiligten ASB-Gliederungen ab. Der AGV ist die Interessenvertretung vieler bayerischer ASB-Kreis- und -Regionalverbände, des ASB-Landesverbandes Bayern und zugehöriger (g)GmbHs.
In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Arbeitsbedingungen unterschiedlich gewachsen. Der gemeinsame Tarifvertrag überführt nun diese Arbeitsbedingungen in einen Rahmen, der den ASB-Mitarbeitenden zugutekommt. Die Arbeitszeit beträgt künftig über alle Berufsgruppen hinweg 38,5 Wochenstunden. Der Tarifvertrag enthält zudem Regelungen zu Überstunden und Pausen sowie zu belastenden Arbeitszeiten wie Schicht, Wechselschicht und Nachtarbeit.
Starkes Signal in der Sozialwirtschaft
„Mit Blick auf die Gehälter unserer Beschäftigten stellt der neue Vertrag künftig sicher, dass mindestens das TVöD-Niveau erreicht und teils auch überschritten wird“, sagt ASB-Landesgeschäftsführer Dr. Jarno Lang. „Hinzu kommen Urlaubsgeld und eine Jahressonderzahlung, die – gestaffelt nach Entgeltgruppe – bis 95 Prozent des monatlichen Entgelts entspricht.“ Zudem beinhalte der Tarifvertrag zusätzliche Sozialleistungen wie zum Beispiel Krankengeldzuschüsse. Gerade diese Leistung unterstütze Beschäftigte in schwierigen Lebenslagen.
„Beim ASB Bayern gilt nach etwa 20 Jahren endlich wieder ein übergreifender Tarifvertrag“, sagt Dr. Robert Hinke, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Bildung beim ver.di-Landesbezirk Bayern. „Das ist schon deshalb erfreulich, da es sich beim Arbeiter-Samariter-Bund um ein Kind der Arbeiterbewegung handelt. Erst über Tarifverträge werden Arbeits- und Einkommensbedingungen auf Augenhöhe verhandelt.“
Luise Klemens, Landesbezirksleiterin bei ver.di Bayern, bewertet den Tarifvertrag wie folgt: „Mit diesem Tarifabschluss setzen wir ein starkes Signal in der Sozialwirtschaft. In Zeiten des Fachkräftemangels zeigt der ASB Bayern, dass attraktive und verlässliche Arbeitsbedingungen der Schlüssel sind, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. Dies sollte Vorbild für die gesamte Branche sein.“
Weitere Infos: www.asb-bayern.de/tarifvertrag
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Text: Moritz Wohlrab